Kann Künstliche Intelligenz Architektur? Die Antwort ist weder ein einfaches Ja noch ein Nein, sondern eine Frage des gezielten Einsatzes. Das Seminar führt drei Kernbereiche architektonischen Arbeitens – Gestalten, Planen, Ordnen – mit vier Funktionsweisen aktueller KI-Werkzeuge zusammen: Chat, Project, Code und Agent.
Anhand zahlreicher praktischer Anwendungsbeispiele aus dem Büroalltag zeigen die Referenten, was heute funktioniert, wo die Grenzen liegen und wie sich KI schrittweise in die eigene Arbeitsweise integrieren lässt.
Die Beispiele decken alle Leistungsphasen der HOAI ab – von der Projektvorbereitung bis zur Objektüberwachung. Sämtliche Anwendungen stammen aus eigenen Tests; gezeigt werden reale Arbeitsergebnisse, keine Herstellerdemos.
Themenübersicht
Einführung
Autoren-Systeme und algorithmische Systeme; das Koordinatensystem des Seminars aus drei Anwendungsfeldern, vier Funktionsbereichen und sechs Kompetenzbereichen
Recht
Urheberrecht, Datenschutz, DSGVO und Haftung: Wer KI einsetzt, bleibt für das Ergebnis verantwortlich
Gestalten I – die erste Idee (Chat)
intuitives Prompten, semantisches Bildverständnis, von der Handskizze zur ersten Impression
Gestalten II – mit Bildern arbeiten:
Text-zu-Bild und Skizze-zu-Bild, Bild-Workflows in der Praxis, KI-Video für frühe Entwurfsphasen
Planen I – das Prognoseprinzip (Project):
Projektkontext systematisch aufbauen, datenschutzfreundliche Plattformen für das Büro
Planen II – teilautomatische Systeme:
Standort- und Geodatenanalyse, Baumassen und Grundrisse, ESG-Vorbewertung und Variantenvergleich
Ordnen I – Inhalte strukturieren (Code):
aus Rohinformation werden verwendbare Dokumente – Baubeschreibungen, Raumbücher, Normabgleiche
Ordnen II – Inhalte kommunizieren:
Bürowissen dauerhaft verfügbar machen, eigene kleine Werkzeuge bauen (Vibe-Coding), Ausschreibungen auswerten
Lernen
die eigene KI- Routine einrichten; Ausblick auf Agenten-Systeme, die heute bereits realisierbar sind
Über die Referenten Dipl.-Ing. Architekt Philipp Eichstädt Er studierte Architektur an der UdK (Universität der Künste) Berlin. Er absolvierte vor Studienabschluss ein einjähriges Auslandspraktikum im Büro Foster + Partners in London. Nach dem Diplom an der UdK kehrte er nach London zurück und war angestellter Architekt und später Partner im Büro Foster + Partners. Nach zehn Jahren Auslandsaufenthalt Rückkehr nach Deutschland und Gründung des Architektur- und Designstudios seg architekten in 2010 zusammen mit Christina Gresser.
Dipl.-Ing. Eric Strurm Berater für digitale Kommunikation. Schwerpunkt: Bauen & Architektur Er unterstützt Planungsbüros bei der Einführung von KI, optimiert Workflows etc..